Konstituierende Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats

Am 11. März 2019 fand am Margherita-von-Brentano-Zentrum der Freien Universität die erste Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats der Open Gender Platform statt. Es wurden zunächst die Ausgangspunkte des Projektes und der Stand der Arbeiten durch Kathrin Ganz und Marcel Wrzesinki vorgestellt, gefolgt von einer ausführlichen Diskussion der Veränderungen des Konzeptes sowie der Ziele der Plattform.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand die Definition des Produktkatalogs der Plattform, mögliche Geschäftsmodelle der nachhaltigen Finanzierung sowie denkbare Governance-Strukturen für die Plattform bzw. das Pilotjournal Open Gender Journal. Mit der Neuausrichtung als Informationsplattform und Open-Access-Hub für die deutschsprachige Geschlechterforschung kann das Projekt flexibel auf die Anforderungen der Gender-Studies-Community reagieren und Angebote wie die Gutachter_innen-Datenbank zielgerichtet zur Verfügung stellen.

Weiterhin diskutierte der Beirat, welche konkreten Hindernisse für Open Access in der Geschlechterforschung – in Deutschland, Österreich und der Schweiz – zu addressieren wären und wie wirkungsvolle Kooperationsanreize für die unterdschiedlichen Zielgruppen aussehen müssten. Dabei wurde einerseits deutlich, dass in den einzelnen Ländern spezifische Haltungen und Policies gegenüber Open Access thematisiert werden müssten. Andererseits artikulieren Forschende, Verlage/Redaktionen und Bibliotheken, ebenso wie Vertreter_innen der Gender-Studies- bzw. Open-Access-Community je eigene Ansprüche an eine gelungene Open-Access-Plattform.

Der Beirat hat den fortlaufenden Austausch über eine interne Mailingliste vereinbart und terminierte seine zweite Sitzung für September 2019. Bis dahin finden Einzeltreffen zwischen Beiratsmitgliedern und dem Projektteam statt, um spezifische Herausforderungen oder Zwischenergebnisse zu diskutieren.

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Wissenschaftlicher Beirat

Die Open Gender Platform freut sich, ihren wissenschaftlichen Beirat vorstellen zu können. Der Beirat besteht aus neun Expert_innen aus den Bereichen der deutschsprachigen Geschlechterforschung (D/A/CH) sowie Open Acces und Open Science in Deutschland:

  • Dr. Doris Allhutter (Institut für Technikfolgenabschätzung, ÖAW; Wien)
  • Prof. Dr. Michèle Amacker (Professur Geschlechterforschung, Univ. Bern)
  • Dr. Andreas Brandtner (Leitender Bibliotheksdirektor, FU Berlin) Logo ORCID ID
  • Prof. Dr. Diana Lengersdorf (Professur Geschlechtersoziologie, Univ. Bielefeld)
  • Dr. Anja Oberländer (Koordination OA-net; Head of Open Access, KIM, Univ. Konstanz) 
  • Dr. Christina Riesenweber (OA-Beauftragte FU Berlin; OA Büro Berlin) Logo ORCID ID
  • Prof. Dr. Anita Traninger (Professur Romanische Philologie/Literaturwissenschaft, FU Berlin)
  • Marco Tullney (Leitung Publikationsdienste TIB, Hannover)
  • Prof. Dr. Paula-Irene Villa (Professur Soziologie/Gender Studies, LMU München)

Der Beirat begleitet die „Open Gender Platform“ mit seiner fachlichen Expertise und berät regelmäßig über Ziele, Maßnahmen und Ergebnisse des Projekts. Hierunter fallen Herausforderungen zum Aufbau der technischen Infrastruktur sowie die Entwicklung neuer Qualitätssicherungsverfahren und Publikationsmodelle. Zudem ist es Aufgabe des Beirats, die Vernetzung und Verbreitung des Open-Access-Anliegens innerhalb der Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum zu befördern. Auch unterstützt der Beirat das Projekt in der Entwicklung von nachhaltigen Finanzierungsmodellen sowie bei Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von Open Access in der Geschlechterforschung.

Redaktionsworkflows und Rollen

Das „Open Journal Systems“ (Public Knowledge Project) ist eine komplexe Open-Source-Redaktionssoftware mit vielfältigen Rollenmodellen und Arbeitsabläufen. In einem ersten Schritt während des laufenden Projektvorhabens wurden für die aktuelle Version von OJS (Vers. 3.1) die Rollen und Workflows mit Blick auf die Anforderungen des Pilotprojektes „Open Gender Journal“ geprüft und ein entsprechendes Konzept vorlegt.

Die Überarbeitung und Veröffentlichung des Redaktionsworkflows (auf Grundlage der vorangegangenen Anpassungen der redaktionellen Rollen) verpflichtet sich der Idee eines von Grund auf kollaborativen und für alle nachvollziehbaren Publikationsprozesses. Es soll deutlich werden, wer zu welchem Zeitpunkt innerhalb der Zeitschrift tätig wird; ein zu erwartender Effekt davon ist, dass klar kommunizierte und individuell angepasste Arbeitsabläufe kurze Publikationswege bei gleichbleibend hoher Qualität mit sich bringen.